Zeige mir Gott

 

ZEIGE MIR GOTT

"Es war einmal ein König, der Gott sehen wollte. Er drohte allen Weisen und Priestern seines Reiches schwere Strafen an, wenn es ihnen nicht gelänge, ihm Gott zu zeigen. Als alle schon verzweifelten, kam ein Hirte. Er führte den König auf einen freien Platz und zeigte ihm die Sonne.

Hirte: König, sieh in die Sonne!

Der König hob die Augen und schaute in die Sonne. Weil die Sonne aber so hell war und ihn blendete, senkte er sofort wieder den Kopf und rief:

König: Willst du, daß ich blind werde?

Hirte: Aber König! Die Sonne ist doch nur ein Ding der Schöpfung, ein schwacher Abglanz von Gottes Größe. Wie willst du dann Gott selbst ansehen können?

"Zeige mir Gott" fragen die Kinder. Können wir darauf antworten? So schlau wie es dieser Hirte aus der Erzählung gemacht hat, sind wir oft nicht, und ob diese Antwort, in der heutigen Zeit, für ein Kind und uns selber genügt, ist fraglich.

GOTT. Darüber soll ich ihnen schreiben und es fällt gar nicht so leicht, weil Gott nicht zu fassen ist.

Wir haben alle unsere Vorstellungen von Gott und die Gefahr ist groß daß wir ihn so begrenzen damit er in unsere Vorstellungen paßt. Wie ist das bei Ihnen?

- Mir läuft es immer noch kalt über den Rücken wenn ich Eltern höre die ihren Kindern sagen, wenn sie hingefallen sind: "Siehst du, jetzt hat dich der liebe Gott bestraft". Ja, so sehen viele Gott: der Strafende, wenn nicht der Vernichtende. Und es stimmt ja auch, im Alten Testament lesen wir Berichte wo Gott straft und sein Volk in das Exil verbannt; wo Gott ganze Völker töten läßt. Solche Texte sind für viele verwirrend und rufen eine menge Fragen auf. Gott gewollt oder Menschen gedacht? Das ist die Frage.

 

- Für andere ist er sehr weit, so weit wie das Wort "Gott" für uns eigentlich ist: unnahbar, weltfremd. " Wo bist du?" fragen schon die Menschen in den Psalmen.

- Für andere noch ist es "der gute Opa total taub", der nichts sieht nichts merkt, der nur da sitzt und das Leben der Menschen vorbei ziehen läßt.

- Für andere noch, gibt es keinen Gott und es ist überflüssig sich Gedanken darüber zu machen.

Mose sagt: "Wer bist du? Gib mir deinen Namen" (Ex3) Und Gott antwortet ihm aber es ist kein Name sowie ihn Mose eigentlich haben wollte. Trotzdem offenbart ihm Gott sein Wesen: " Ich bin, der ich bin" oder "sein werde". "HWHW" so schreiben die Juden den Namen Gottes, rätselhaft und doch kein Fremder. "Ich habe das Elend eines Volkes gesehen, ihre Schreie gehört" Wie ein roter Faden durchsieht das Alte Testament diese Aussage. Gott ist wie ein Vater aber auch wie eine Mutter die ihre Kinder beschützt. (Jes 49:15) Gott ist auch der, der befreit, das Volk von der Sklaverei aus Ägypten, und auch von all dem was die Menschen gefangen hält.

In Jesus offenbart sich Gott dann auf eine ganz persönliche Weise. Yeschouah, der "der heilt und rettet" beides liegt in diesem Namen. Jesus zeigt uns Gott sowie ihn ganz wenige vorher gekannt haben: als den Vater der sich um einen jeden sorgt; der auf jeden zugeht ob arm oder reich, ob krank oder gesund, ob Mann oder Frau, ob Einheimisch oder Fremd, alle haben die Möglichkeit auf ihn zuzugehen und keiner wird von Ihm zurückgewiesen. Jesus sprengt die Gesetzlichkeit um Gottes Gesetz wieder ins rechte Licht zu rücken. Der Gott der Liebe läßt dem Menschen die Freiheit sicht selbst zu entscheiden für ihn oder gegen ihn. Er möchte unser Vertrauen auch wenn wir Ihn nicht verstehen, sei es in der Weltgeschichte oder in unserer persönlichen Geschichte.

"Emmanuel", Gott mitten unter uns, so die Übersetzung. Gott mitten unter uns in Freud und Leid; in der Hoffnung und der Verzweiflung. Gott der uns in Jesus einen Weg weist: "Ich bin das Licht der Welt, das Brot des Lebens, … Die Auferstehung und das Leben.

Betty Schaeffer

 

 

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