ERNTEDANK UND SCHÖPFUNGSTAG

 

Erntedank und Schöpfungstag?

Beim letzten ökumenischen Kirchentag in München sind die Pfarrer aus aller Welt mit einem Baum vom Platz gegangen. Der Schöpfungstag wurde feierlich proklamiert, der Landesbischof Friedrich Weber, führte dazu in seiner Predigt aus: „Daß die Schöpfung Gottes einen Platz im Kirchen - und Gottesdienstkalender bekommt, ist ein erster konkreter Schritt. Nicht einfach so, sondern weil Schöpfungsverantwortung eine Grundaufgabe der Kirchen ist, weil Lob Gottes und die Klage über unsere Lage zusammengehören. ‚Nach mir die Sintflut’ geht nicht mehr. Darum laßt Euch bewegen von Gottes Energie, die in der Schöpfung und in uns lebt. Laßt nicht ab von der Hoffnung für alle Kreatur und laßt was Euch bewegt, zur Tat werden.“

Dieser Tag soll zwischen dem 1. September und dem Erntedankfest gefeiert werden. Erntedank ist ein Teil dieses Schöpfungstages. Dieser Tag ist fest verankert in unserer Kirche. Selbst da wo es keine Bauern mehr gibt und die Kinder nicht immer wissen daß die Milch nicht aus der Dose kommt. Es lenkt das Augenmerk auf das Danken und das Denken. Wir erinnern uns daran, daß nichts selbstverständlich ist: das Dach über dem Kopf, die Arbeit, die Gesundheit, eine Familie …und danken Gott dafür. Zu Erntedank gehört das Danken und das teilen mit denen die weniger haben als wir.

Wir haben in den letzten Wochen erlebt wie Menschen in Pakistan, Indien, China alles verloren haben durch Hochwasser, und in Rußland ganze Gebiete abgebrannt sind, und Menschen vor dem Nichts stehen. Katastrophen oft durch Menschenhand erzeugt. So ist es heute nur noch möglich Erntedank zu feiern wenn wir die ganze Schöpfung mit einbeziehen und wir selbst bereit sind dafür zu sorgen daß unser Wohlstand sich nicht auf dem Rücken der Ärmsten bildet. "Fair handeln" nennt sich das, in unserem Land und auf der ganzen Welt.

Betty Schaeffer

 

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