En route ensemble (3ème partie)

(3ème partie)

 

L’Eglise en route – Un ange passe

 

 

 

Vierter Tag: Weissenburg – Bad Bergzabern

 

Zwischen den gotischen Säulen stapeln sich Rucksäcke und dort, wo sich sonst die Gemeinde zu Gebet, Predigt und Gesang versammelt, liegen Luftmatratzen und Schlafsäcke. Ein ungewohntes Bild, ein ungewohnter Gedanke die Nacht in einer Kirche zu verbringen. Seit jeher war die Kirche auch Raum des Schutzes, und wann ist man ausgelieferter und schutzloser als im Schlaf? Über mir die weiten Bogen des grauen Sandsteins. Jedes Geräusch hallt in der dunklen Kirche und doch fühle ich mich wunderbar geborgen in diesen dicken, jahrhunderte alten Mauern. Irgendwo redet jemand im Schlaf. Besser vielleicht als aufgeregtes Schnarchen. Ich krieche noch tiefer in meinen Schlafsack. Wie das Licht von außen eigentümlich den alten gotischen Bau verändert und bizarre Schatten an die Wände malt. Meine Gedanken wiegen mich sanft in den Schlaf! Vielleicht braucht man solche außergewöhnliche Ideen, um wieder Leben in die Kirchen zu bekommen.

 

 

 

Der Morgen ist frisch, doch nicht kalt. Die letzte Etappe wartet auf uns. Nach ausgiebigem Frühstück geht es die sanfte Anhöhe hinter Weißenburg hinauf. Langsam kriecht unser altes Vehikel über den Feldweg. Dann endlich die Reben. Sanft geschwungen ziehen sie sich bis zum Horizont, bis zu unserem Ziel.

 Die Grenze, ein alter verwitterter Markstein, ist kaum zu sehen. Dahinter liegt die Pfalz. Die Dörfer sind größer. Die Häuser wirken mächtiger. Aber auch hier gehen die Fenster neugierig auf wenn wir durch die kaum bevölkerten Strassen ziehen.

 „Der Engel der Erwartung“ Wir werden erwartet auf einer leichten Anhöhe, mitten in den Weinbergen. Sechzig Leute aus Bad Bergzabern gesellen sich zu uns. Die überschaubare Gruppe wird zu einer großen. Schnell ist unser Schäferkarren gefüllt mit lachenden Kindern. Sprachschwierigkeiten, ach ja ich vergaß, aber man verständigt sich, man kommt ins Gespräch. Die Landschaft ist wunderbar; Wälder und Reben wechseln sich ab. Erstaunte Gesichter begegnen uns : Wohin? Warum? Aber fast überall ernten wir nur freundliches Lächeln.

 Es ist nicht mehr weit. Erreichen wir Bad Bergzabern, die schöne Kurstadt der Nordpfalz.

  

 

  

Wir feiern gemeinsam, wir brechen das Brot und wir trinken Wein. Gottesdienst-feiern überschreitet Grenzen. Die Kirche ist in Bewegung, man muss nur aufbrechen.

                                                                                                                       Sören Lenz, Mietesheim

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Dernière mise à jour de cette rubrique le 01/04/2008